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Die Organisiertheit des Bildraumes mit seinen hell
und leicht gefärbten Peripherieflächen verhilft dem Betrachter
zum "Aussteigen" aus dem Karussel von Dynamik und Spannung,
das starken Aufforderungscharakter besitzt, aber Freiraum bietet. Zentrale
Punkte im Bild, die die Aufmerksamkeit magisch fokussieren, sind durchwegs
sehr dunkle, geballte, kontrastierende Flächen, die dem Auge jedoch
durch Schattierungen Spielraum und Bewegungsfreiheit lassen, dem Betrachter
Leben und werdende Bewegung noch im dunkelsten Schatten offenbaren.
Für Sigi Kulterer bedeutet die künstlerische
Betätigung eine selbsttherapeutische Aufarbeitung innerer Spannungen
und Gefühlsverdichtungen, die sich z.B. durch Beziehungskonflikte
ergeben hätten, indem er aggressive (auch autoagressive) Potentiale
in Farbe, Form und Motorik auf Leinwand kanalisiere und auf diesem karthatischen
Wege einer neuen Inneschau Platz mache, deren Hervorbrechen er am Bild
auch andeute.
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